Begleitung, die weiterhilft.

Ihr Verein für Dialysepatient:innen im Waldviertel

Wir begleiten Sie bei jeder Etappe der Behandlung - mit Erfahrung, Kompetenz und Engagement stehen wir an Ihrer Seite.

info@dialyseverein.at

Über den Verein

Wofür unser Verein für Dialysepatient:innen steht

Persönliche Nähe

Wir sind direkt im Landesklinikum Horn erreichbar. Persönliche Gespräche und vertrauliche Beratung gehören zu unserem Alltag.

Veranstaltungen & Austausch

Wir organisieren regelmäßige Treffen für Betroffene. Information, Vernetzung und Rückhalt stehen dabei im Mittelpunkt.

Hauptsponsor

Wir bedanken uns bei unserem Hauptsponsor

Der Fahrtendienst Kierberger spezialisiert sich auf medizinische Krankenbeförderungen, insbesondere für Dialyse- und Chemotherapie-Patienten sowie für allgemeine Arztwege.

Weitere Sponsoren

Informationen zu Dialyse

Was ist eine Dialyse?

Was Betroffene vom Verein für Dialysepatient:innen wissen sollten

Dialyse ist ein lebenswichtiges medizinisches Verfahren, das bei schwerer Nierenschwäche zum Einsatz kommt. Wenn die Nieren nicht mehr ausreichend arbeiten, können sie Giftstoffe, überschüssiges Wasser und Stoffwechselprodukte nicht mehr aus dem Blut entfernen. Diese Aufgabe übernimmt dann die Dialyse. Sie ersetzt zwar nicht die natürliche Nierenfunktion, hält aber den Körper im Gleichgewicht und ermöglicht ein Leben trotz eingeschränkter Organleistung.

In Österreich erhalten tausende Menschen regelmäßig Dialysebehandlungen. Die Gründe für ein Nierenversagen sind vielfältig: Diabetes, Bluthochdruck, genetische Erkrankungen oder Autoimmunprozesse zählen zu den häufigsten Ursachen. Die Behandlung kann kurzfristig notwendig sein – etwa bei akuten Komplikationen – oder langfristig, wenn es sich um ein chronisches Nierenversagen handelt.

Die Umstellung auf Dialyse stellt eine große körperliche und psychische Herausforderung dar. Viele Patient:innen erleben Veränderungen im Alltag, im Beruf, im Familienleben. Deshalb ist es wichtig, gut informiert zu sein. Nur wer die Grundlagen versteht, kann mitsprechen, Entscheidungen treffen und sich auf die neue Lebenssituation einstellen. Als Verein für Dialysepatienten wollen wir genau das unterstützen: Orientierung geben, Wissen vermitteln und den Austausch fördern.

Therapieformen verständlich erklärt

Nierenersatztherapie

Wenn die Nieren ihre Funktion nicht mehr erfüllen, stehen drei Therapieformen zur Verfügung:

Unterstützung für Dialysepatient:innen

Wir begleiten Sie durch alle Phasen der Dialyse – mit praktischer Hilfe, persönlicher Nähe und verlässlicher Erfahrung. Als Verein für Dialysepatienten:innen in Waldviertel stehen wir an Ihrer Seite, wenn es um Informationen oder Alltagsthemen geht. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – unverbindlich und direkt.
Mitglieder
+ 0
Gründung
0
42 Jahre Dialyseverein Horn
2026
Veranstaltungen
+ 0

Begegnung schafft Vertrauen

Veranstaltungen für Dialysepatient:innen & Angehörige

Regelmäßige Treffen bieten Raum für Information, Austausch und persönliche Begegnung – offen für Mitglieder, Angehörige und Interessierte.

Die nächsten Termine

Wissen, das im Alltag weiterhilft

Gesund und gut informiert mit Dialyse

Dialyse und Urlaub

Urlaub trotz Dialyse ist grundsätzlich möglich – erfordert aber etwas Planung. Man unterscheidet dabei vor allem zwei Situationen: 1) Hämodialyse im Urlaub Wenn du regelmäßig

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Menschen, die den Verein tragen

Unser Team im Überblick

Prim. Priv.-Doz. Dr. Julia Kerschbaum, MSc, MPH

Obfrau

OA Dr. Harald Schöchtner

Obfrau Stellvertreter

Andrea Gutmann

Kassiererin

Sonja Dietrich

Schriftführerin

Georg Tschokert

Kassier Stellvertreter

Martina Forster

Schriftführerin Stellvertreter

Wilfried Thurner

Kassaprüfer

OA Dr. Johannes Fraberger

Kassaprüfer

Christine Schmutzer

Beirätin

Peter Wiesner

Beirat

Gabriele Rauch

Beirätin

Thomas König

Beirat

Kontakt zum Verein für Dialysepatient:innen

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Was passiert eigentlich bei einer Hämodialyse?
Hämodialyse

Bei der Hämodialyse wird Blut aus dem Körper entnommen und anschließend durch ein spezielles Dialysegerät geleitet. Nach der Reinigung wird es wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt. Im Zentrum des Geräts befindet sich ein Filter mit einer semipermeablen (halbdurchlässigen) Membran. Auf einer Seite dieser Membran strömt das Blut, während auf der anderen Seite eine Elektrolytlösung, das Dialysat, in entgegengesetzter Richtung vorbeigeführt wird. Aufgrund des Konzentrationsunterschieds zwischen Blut und Dialysat werden Abfallstoffe im Blut angereichert. Diese können durch Diffusion die Membran passieren und gelangen so in die Dialysat Lösung. Die Membran lässt dabei nur kleine Teilchen wie Harnstoff oder andere Stoffwechselprodukte hindurch, während größere Bestandteile wie Blutzellen und Eiweiße im Blut zurückgehalten werden. Zusätzlich wird durch einen Druckunterschied überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut entfernt. Eine Hämodialyse dauert in der Regel mehrere Stunden und wird üblicherweise mehrmals pro Woche durchgeführt.

Die Alternative zur Hämodialyse
Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)

Die Bauchfelldialyse ist ein Verfahren zur Blutreinigung bei dauerhaftem Nierenversagen und eine Alternative zur Hämodialyse. Sie kann in vielen Fällen zu Hause durchgeführt werden. Dabei wird das Bauchfell (Peritoneum) als natürlicher Filter genutzt. Über einen kleinen Katheter wird Dialyseflüssigkeit in die Bauchhöhle geleitet, die Abfallstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Blut aufnimmt. Anschließend wird die verbrauchte Flüssigkeit wieder abgelassen und durch frische ersetzt. Dieser Wechsel erfolgt entweder mehrmals täglich per Hand (CAPD) oder automatisch über ein Gerät in der Nacht (APD).

 

Vorteile:
• Behandlung zu Hause möglich
• Mehr Flexibilität im Alltag
• Schonende, kontinuierliche Blutreinigung
• Erhalt der Restfunktion der Nieren

 

Wichtig:
Eine gute Schulung und strenge Hygiene sind notwendig, um Infektionen zu vermeiden. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind wichtig.
Die Bauchfelldialyse ermöglicht vielen Betroffenen ein selbstbestimmteres
Leben trotz Nierenersatztherapie.

Fragen und Antworten zur

Nierentransplantation

Was passiert, wenn ich eine Medikamentendosis vergessen habe?

Da viele der Medikamente eine lange Wirkungsdauer besitzen, besteht in der Regel keine unmittelbare Gefahr für Ihr Transplantat. Nehmen Sie Ihre Medikamente wie gewohnt weiter ein. Wichtig ist jedoch, dass solche Einnahmefehler möglichst nicht erneut vorkommen. Bei Unsicherheiten sollten Sie die Klinik kontaktieren.

Bei Operationen oder diagnostischen Untersuchungen ist häufig eine Nüchternheit erforderlich, sodass Tabletten nicht eingenommen werden können. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Ihre Immunsuppressiva eventuell mit einem kleinen Schluck Wasser einnehmen dürfen. Falls dies nicht möglich ist, kann der Ausfall teilweise durch Kortison Infusionen ausgeglichen werden. Bei längerer Einnahmepause besteht zudem die Möglichkeit, Medikamente intravenös zu verabreichen. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an die Klinik.

Bei starkem Erbrechen oder Durchfall kann die Aufnahme Ihrer Medikamente im Magen-Darm-Trakt beeinträchtigt sein, wodurch sie möglicherweise nicht ausreichend wirken. Gleichzeitig kann es zu einer veränderten oder verstärkten Aufnahme einzelner Substanzen sowie zu Flüssigkeitsverlust kommen, was die Nierenfunktion gefährden kann. Achten Sie daher unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, sodass die Urinmenge stabil bleibt. Eine einmalige ausgelassene Einnahme ist meist unproblematisch, bei länger anhaltenden Beschwerden besteht jedoch ein Risiko für die Niere. In diesem Fall sollten Sie sich zeitnah in der Ambulanz oder Notaufnahme vorstellen.

Fieber weist auf eine Entzündungsreaktion hin und hilft normalerweise bei der Infektabwehr. Da Ihr Immunsystem durch die Medikamente jedoch abgeschwächt ist, können auch scheinbar harmlose Infekte rasch schwer verlaufen. Deshalb sollten Sie bei Fieber umgehend Ihren Arzt, die Ambulanz oder Notaufnahme kontaktieren, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Eine reduzierte Urinausscheidung kann häufig durch Flüssigkeitsmangel verursacht sein. Treten zusätzlich Schmerzen beim Wasserlassen oder im Bereich des Transplantats auf, kann auch ein Harnwegsinfekt oder eine Abstoßungsreaktion vorliegen. Beide Situationen erfordern eine rasche Abklärung. Sollte sich die Urinmenge trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr nicht verbessern, kontaktieren Sie bitte die Klinik.

In der frühen Phase nach der Transplantation können Schmerzen durch gereizte Nerven im Operationsgebiet auftreten. Seltener können auch eine Abstoßungsreaktion, Flüssigkeitsansammlungen oder eine Infektion dahinterstecken. Bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden sollten Sie Ihren Nephrologen kontaktieren.

Neue Medikamente können Wechselwirkungen mit Ihrer bestehenden Therapie haben. Besonders Antibiotika beeinflussen häufig Immunsuppressiva. Prüfen Sie daher die Packungsbeilagen auf mögliche Wechselwirkungen. Im Zweifelsfall nehmen Sie Ihre bisherigen Medikamente unverändert weiter und beginnen das neue Präparat erst nach Rücksprache mit Ihrem Nephrologen.

Nach einer Nierentransplantation kann sich die Fruchtbarkeit innerhalb von etwa einem Jahr (abhängig von der Organfunktion) wieder normalisieren. In den ersten 1,5–2 Jahren wird jedoch eine sichere Verhütung empfohlen. Ein Kinderwunsch sollte frühzeitig mit Nephrologie und Gynäkologie besprochen werden, da gegebenenfalls eine Anpassung der Medikamente notwendig ist. Eine Schwangerschaft ist grundsätzlich möglich, erfordert jedoch eine engmaschige Betreuung durch ein interdisziplinäres Team. In den ersten drei Monaten kommt es häufiger zu Fehlgeburten, danach verlaufen die meisten Schwangerschaften erfolgreich. Einige Immunsuppressiva sind in der Schwangerschaft unterschiedlich zu bewerten: Kortison gilt als unproblematisch, Azathioprin kann meist eingesetzt werden, während z. B. Mycophenolat rechtzeitig abgesetzt und ersetzt werden sollte. Sirolimus und Everolimus sind während Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert. Stillen wird unter immunsuppressiver Therapie generell nicht empfohlen.

Nach der ersten Zeit nach der Transplantation steht weniger die Abstoßung, sondern vielmehr der langfristige Erhalt der Nierenfunktion im Vordergrund. Wichtig sind ein konsequentes Rauchverbot, regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung sowie die zuverlässige Einnahme der Medikamente. In der Nachsorge werden regelmäßig Blutdruck, Fettstoffwechsel und Nierenwerte kontrolliert und die Therapie entsprechend angepasst. Jede Veränderung der Nierenfunktion – etwa ein Anstieg des Kreatinins, vermehrte Eiweißausscheidung oder sinkende Urinmenge – sollte zeitnah abgeklärt werden. Durch konsequente Mitarbeit können Sie wesentlich zum langfristigen Erhalt Ihrer Nierenfunktion beitragen.