Bei Ernährung während der Dialyse (Hämo- oder Peritonealdialyse) geht es vor allem darum, Stoffwechselprodukte und Elektrolyte im Gleichgewicht zu halten, weil die Nieren diese Funktion nicht mehr ausreichend übernehmen.
Die wichtigsten Punkte:
Bei Dialyse kann sich Flüssigkeit schnell im Körper ansammeln:
- Trinkmenge meist streng begrenzt (oft: Urinmenge + ca. 500–800 ml/Tag)
- Zu viel Flüssigkeit Atemnot, Bluthochdruck, Wasser in Lunge/Beinen
- Auch „versteckte Flüssigkeit“ beachten: Suppe, Eis, Obst (z. B. Melone)
- Salz macht durstig und erhöht Blutdruck
- Fertigprodukte, Wurst, Käse, Fast Food meiden
- Besser: frisch kochen, Kräuter statt Salz
Zu viel Kalium kann Herzrhythmusstörungen auslösen.
kaliumreich eher meiden:
- Banane, Orange, Kiwi
- Tomaten, Kartoffeln (unbehandelt), Spinat
- Trockenfrüchte, Nüsse
- Fruchtsäfte
besser:
- Äpfel, Beeren, Trauben
- Reis, Nudeln, Weißbrot
- Gemüse gekocht & abgegossen (Kalium reduziert sich)
Bei Dialyse steigt Phosphat Knochenprobleme, Gefäßverkalkung.
- Käse, Milchprodukte (besonders Hartkäse)
- Cola, Fertigprodukte mit Phosphatzusätzen
- Wurstwaren
Oft zusätzlich nötig: Phosphatbinder-Medikamente zu den Mahlzeiten
Anders als bei früherer Nierenerkrankung vor Dialyse:
- Bei Dialyse mehr Eiweiß nötig
- Verlust über Dialyse muss ausgeglichen werden
- Gute Quellen: Fleisch, Fisch, Eier, Eiweißpräparate (nach Plan)
- Ausreichend Kalorien wichtig (sonst Muskelabbau)
- Fett- und kohlenhydratreiche Ernährung oft erlaubt, wenn gut
verträglich - Gewichtskontrolle wichtig (Wasser vs. Fett unterscheiden)
- Fertigsuppen, Würzmischungen viel Salz/Phosphat
- Cola & dunkle Limonaden Phosphatzusätze
- Light-/Diätprodukte oft Kaliumsalze
Ernährung ist bei Dialyse immer individuell, abhängig von:
- Blutwerten (Kalium, Phosphat, Albumin)
- Dialyseverfahren
- Rest-Nierenfunktion
- Gewicht und Begleiterkrankungen (z. B. Diabetes)
Bei Dialyse gilt meistens:
wenig Salz + kontrolliertes Kalium + Phosphat begrenzen + genug Eiweiß
+ Flüssigkeit streng beachten

