Regelmäßige Bewegung hilft, den Blutdruck zu senken und das Risiko für chronische Nierenerkrankungen zu reduzieren. Bereits einfache körperliche Aktivitäten wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen kann einen positiven Beitrag zur Gesundheit leisten.
Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Nierenschäden – etwa jeder zweite Diabetiker entwickelt im Laufe seines Lebens eine chronische Nierenerkrankung. Eine frühzeitige Erkennung ist besonders wichtig, da sich Nierenschäden durch eine gute Blutzuckereinstellung oft verhindern oder
zumindest verlangsamen lassen.
Bluthochdruck ist nicht nur ein wichtiger Risikofaktor für Schlaganfall und Herzinfarkt, sondern auch eine der häufigsten Ursachen für chronische Nierenerkrankungen. Liegt der Blutdruck wiederholt bei 140/90 oder höher, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Das Risiko für Nierenschäden steigt zusätzlich, wenn weitere Faktoren wie Diabetes, erhöhte Blutfettwerte oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen.
Eine ausgewogene Ernährung und ein gesundes Körpergewicht tragen dazu bei, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Risikofaktoren für Nierenerkrankungen zu vermeiden. Die tägliche Salzaufnahme sollte möglichst auf 5–6 Gramm begrenzt werden (etwa ein Teelöffel). Frisch zubereitete Mahlzeiten erleichtern die Kontrolle der Salzzufuhr, während Fertiggerichte und stark verarbeitete Lebensmittel oft viel Salz enthalten. Zusätzliche Salzgaben am Tisch sollten möglichst vermieden werden.
Für die meisten Erwachsenen wird eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von etwa 1,5 bis 2 Litern Wasser empfohlen. Eine ausreichende Trinkmenge unterstützt
die Nieren bei der Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und anderen Abfallstoffen. Der individuelle Flüssigkeitsbedarf kann jedoch je nach Klima, körperlicher Aktivität, Gesundheitszustand, Alter sowie besonderen Lebenssituationen wie Schwangerschaft oder Stillzeit variieren. Menschen mit einer Vorgeschichte von Nierensteinen benötigen häufig eine höhere Flüssigkeitszufuhr, um die Neubildung von Steinen zu verhindern.
Rauchen beeinträchtigt die Durchblutung der Nieren und kann ihre Funktion langfristig schädigen. Zudem haben Raucher ein deutlich erhöhtes Risiko, an Nierenkrebs zu erkranken.
Bestimmte Schmerzmittel, insbesondere nichtsteroidale Antirheumatika
(NSAR), können bei häufiger oder langfristiger Anwendung die Nieren belasten. Bei gelegentlicher Einnahme und gesunden Nieren sind sie meist unproblematisch. Wer regelmäßig Schmerzmittel benötigt, sollte gemeinsam mit dem Arzt oder der Ärztin nach geeigneten und nierenschonenden Behandlungsalternativen suchen.
Eine Kontrolle der Nierenfunktion ist besonders wichtig, wenn einer oder
mehrere der folgenden Risikofaktoren vorliegen:
- Diabetes mellitus
- Bluthochdruck
- Übergewicht
- Nierenerkrankungen in der Familie
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Früherkennung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei,
Nierenschäden rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.

